Präambel
Die Grundlage für ein dauerhaftes und kameradschaftliches Club- und Vereinsleben sind nicht Statuten und Ordnungen, sondern gegenseitige Rücksichtnahme, Hilfe und Eigenverantwortung.
Die Ruderer unseres Clubs fühlen sich zudem verpflichtet, ihren Sport im Einklang und nicht zu Lasten von Umwelt und Natur auszuüben.
Dennoch bedarf es in einer Gemeinschaft gewisser Regeln, um eine sichere und reibungslose Durchführung des Ruderbetriebes zu erreichen.
§ 1 Geltungsbereich
Diese Ruderordnung ist für jedes Mitglied des Donau Ruder Clubs sowie für eventuelle Gäste verbindlich und genau einzuhalten. Dies gilt auch bei Fahrten mit Privatbooten.
§ 2 Anfänger-Ruderer
Anfänger dürfen nur nach Genehmigung und unter Aufsicht ein Ruderboot benutzen, ferner müssen sie schwimmen können. Ein Mannschaftsboot darf nur dann nur mit Anfänger-Ruderern besetzt werden, wenn der Steuermann über entsprechend gute Kenntnisse und Erfahrung verfügt.
§ 3 Bootsbenutzung
Ausnahmslos dürfen nur Boote benutzt werden, die nicht gesperrt sind. Welches Ruderboot von welchen Club-Mitgliedern benutzt werden darf, regelt im Einzelnen der jeweils gültige Boots-Benutzungsplan, der am schwarzen Brett aushängt.
§ 4 Höchstgewicht bei Rennbooten
Für jedes Rennboot ist per Aushang am schwarzen Brett genannt, für welches maximale Gewicht dieses Boot zugelassen ist. Das jeweils angegebene Höchstgewicht für einen Ruderer bzw. maximale Durchschnittsgewicht bei Mannschaftsbooten darf nicht überschritten werden!
§ 5 Fahrtenbuch
Für Rudervereine ist das Führen eines Fahrtenbuches gesetzlich vorgeschrieben. Das Fahrtenbuch liegt im Bootshaus auf. Alle Eintragungen sind sauber, sorgfältig und vollständig vorzunehmen. Vor Fahrtantritt sind in das Buch einzutragen:
Namen der Mannschaftsmitglieder, Name des Bootes, evtl. vorgefundene Schäden am Boot. Nach Beendigung der Fahrt sind die geruderten Boots- und Mannschaftskilometer zu ergänzen.
§ 6 Fahrtordnung
Die strikte und ausnahmslose Einhaltung der Fahrtordnung ist, insbesondere auch wegen der wasserpolizeilichen Vorschriften, unverzichtbar. Vom Bootshaus (in Richtung Westen) stromaufwärts ist möglichst nahe an der rechten, nördlichen Uferseite (Bootshaus-Ufer) zu rudern. Stromabwärts in Richtung Staustufe ist der Bereich zwischen Südufer und Flußmitte bzw. Stauseemitte einzuhalten. In Höhe Bootshaus ist mit dem Rudern aufzuhören und das Boot zu wenden. Nur die Trainer sind berechtigt, ihre aktiven Wettkampf-Ruderer von dieser Vorschrift zu entbinden.
§ 7 Bootspflege
Nach Beendigung einer Ruderfahrt sind die Boote mit Wasser abzuspritzen und anschließend mit einem sauberen Lappen trockenzureiben. Skulls bzw. Riemen und Dollen sind ebenfalls gründlich zu säubern.
§ 8 Lagerung
Boote und Zubehör sind an den dafür bestimmten Lagerplätzen aufzustellen. Bevor ein Boot aus dem Lager genommen werden darf, sind die ggf. in der Bootshalle abgestellten, fahrbaren Lagergestelle aus der Halle zu fahren und auf der Plattform vor dem Bootshaus abzustellen. Auch beim Zurücklegen des Bootes muß die Halle frei zugänglich sein.
§ 9 Schäden
Schäden an Booten, Skulls oder Riemen sind unverzüglich nach Beendigung einer Fahrt vom Steuermann oder Schlagmann im Fahrtenbuch unter der Spalte „Bemerkungen“ einzutragen. Dies gilt gleichermaßen für selbstverursachte Schäden und bereits vorhandene Schäden, soweit diese im Fahrtenbuch noch nicht vermerkt waren. Ist der Schaden am Boot so erheblich, dass ggf. die Sperrung des Bootes sinnvoll oder notwendig erscheint, hat der Bootsverantwortliche unverzüglich Meldung bei der Abteilungsführung oder beim Bootswart zu machen.
§ 10 Ruderbetrieb bei Gefahren
Bei starkem Hochwasser dürfen Jugendliche und Anfänger nur nach vorheriger Genehmigung durch den Abteilungsleiter bzw. dessen Stellvertreter und unter Aufsicht eines Trainers rudern. Die Trainer sind berechtigt, für aktive Wettkampf-Ruderer eigenverantwortlich Ausnahme-Genehmigungen auszusprechen. Dies gilt auch für die Befreiung von der Trainer-Aufsicht.
Naht ein Gewitter, besteht ein generelles Ruderverbot. Ruderfahrten sind rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit zu beenden.
§ 11 Wanderfahrten
Bestimmungen bei der Durchführung von Wanderfahrten regelt die Wander-Ruderordnung.
§ 12 Haftung
Jeder Bootsbenutzer haftet für alle Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig von ihm verursacht wurden. Bei fahrlässig verursachten Schäden entscheidet der Vorstand über die eventuelle Leistung von Schadensersatz. Dabei behält sich der Vorstand auch vor, ggf. den Verursacher bei der Reparatur des Schadens heranzuziehen.
§ 13 Verstöße gegen die Ruderordnung
Wer gegen die Bestimmungen der Ruderordnung verstößt, wird vom Abteilungsleiter Rudern bzw. dessen Stellvertreter verwarnt. Im Wiederholungsfalle oder bei schweren Verstößen kann der Abteilungsleiter, dessen Stellvertreter bzw. der Vorstand weitere Maßnahmen treffen.
§ 14 Umwelt und Natur
Auch bei der Ausübung unseres Sportes respektieren wir den Lebensbereich von Tieren und Pflanzen.
Damit wir unserer Natur keinen Schaden zufügen, ist es nicht erlaubt, an naturnahen Uferbereichen (wie bei Bewuchs mit Schilf oder Schwimmblattpflanzen, im Brutbereich von Wasservögeln) mit den Ruderbooten anzulegen und ans Ufer zu gehen.
Generell sind Ruderfahrten nur bei ausreichendem Wasserstand zulässig.
An Land wie auf Wasser – insbesondere auch bei allen Wanderfahrten – sind ausnahmslos alle Abfälle wieder mitzunehmen und unbedingt umweltgerecht zu entsorgen.
§ 15 Bestätigung
Die Ruderordnung wurde vom Vorstand des Donau Ruder Clubs Ingolstadt bestätigt bzw. genehmigt.
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Ergänzend hier eine Darstellung der Fahrordnung für Ruderer in unserm Ruderrevier.